Eure Reise nach Sardinien
Hallo Anna und Niklas, zwei Quartiere, 16 Reisetage und 15 Nächte: erst eine Woche an der Nordküste in Valledoria, dann acht Nächte oberhalb des Golfs von Orosei bei Dorgali. So haben wir die Tage geplant, und das nimmt euch die langen Wege ab: von beiden Häusern aus liegen Strand, Dorf und Grotte in einer halben Autostunde. Wir haben die Tage deshalb locker gebaut, mit einem Ziel am Vormittag und viel Luft danach, und die Museen und Kellereien auf die Wochentage gelegt. Die beiden Wochenenden bleiben ohne festen Termin, und an mehreren Abenden steht ein Agriturismo im Plan statt eines Restaurants am Hafen.
Das Wichtigste vorweg
Zwei der schönsten Strände dieser Reise haben eine begrenzte Zufahrt, die vorher online gesichert werden muss: La Pelosa bei Stintino am 6. September und die Oasi di Bidderosa bei Orosei am 15. September. Beide stehen im Tagesplan mit einem Hinweis an dem Tag, an dem ihr sie sichern solltet, nicht erst am Besuchstag.
Eure Unterkunft · ab 09.09.
Borgo Rurale CaresStrada per le spiagge di Osala e Cartoe, Su Anzu, 08022 Dorgali NU, Italien
Anreise
Donnerstag · 02.09.Landung in Olbia und Fahrt an die Nordküste
Abreise
Freitag · 17.09.Rückfahrt nach Olbia und Rückflug
Vor Ort unterwegs
MietwagenDie Entfernungen und Wege in diesem Brief sind mit dem Mietwagen gerechnet.
Euer Fokus
Vier SchwerpunkteStrand und Meer · Natur und Aussichten · Kultur und Geschichte · regionale Küche
Euer Tagesplan
Die Reihenfolge ist ein Vorschlag, kein Muss. Titel antippen zum Auf- und Zuklappen.
Erleben
Loc. San Pietro a Mare · 02.09. bis 09.09.
Spiaggia di San Pietro a Mare
Der Strand, der zum ersten Quartier gehört: ein flach auslaufender Sandstreifen, der von der Mündung des Rio Coghinas kilometerweit nach Westen zieht. Wir schlagen ihn nicht vor, weil er der bekannteste im Norden wäre, sondern weil ihr ihn ohne Auto erreicht und deshalb auch für eine Stunde am Abend hingeht. Bei Mistral steht hier Welle, dann ist er der windigere von zwei Stränden in Reichweite.
Castello dei Doria e Museo dell'Intreccio Mediterraneo
Die Genueser Burg sitzt auf einem Felsen über dem Meer, und in ihren Räumen liegt heute die Sammlung zur mediterranen Flechtkunst: Körbe, Reusen, Matten aus Zwergpalme und Binse. Für euch ist das die kürzeste Kulturfahrt der ersten Woche, gut halbe Stunde, und der Rundgang verbindet Handwerk und Aussicht in einem Weg. Von den Mauern schaut ihr über den ganzen Golf von Asinara.
Spiaggia La Marinedda
Heller, sehr feiner Sand in einer von Granitklippen gefassten Bucht kurz nördlich von Isola Rossa. Wir nennen sie, weil sie der ruhige Gegenentwurf zum langen Strand in Valledoria ist: kompakt, von Felsen geschützt und mit klarem Wasser zum Schnorcheln an den Rändern. Danach seid ihr in wenigen Minuten im Ort und am kleinen Hafen.
Valle della Luna
Eine Hochebene voller gerundeter Granitblöcke, die von der Panoramastraße oberhalb von Aggius zu überblicken ist. Das ist der Ort dieser Reise, an dem ihr ohne einen Schritt zu gehen das Innere Galluras versteht: Steine, Korkeichen, Weidemauern. Ihr fahrt hin, steigt am Belvedere aus, bleibt eine Weile und fahrt weiter, genau so ist der Tag gedacht.
Spiaggia La Pelosa
Türkises, hüfttiefes Wasser vor dem spanischen Wachturm, mit der Insel Piana und Asinara im Hintergrund. Der Zugang ist zahlenmäßig begrenzt und wird online im Voraus gesichert, die Platzzahl ist gedeckelt. Wir setzen ihn trotzdem in den Plan, weil er der eine berühmte Strand dieser Reise ist und weil das Wasser genau das kann, was man auf Bildern von Sardinien sieht.
Grotta di Nettuno per Boot
Die große Tropfsteinhöhle liegt im Fuß des Capo Caccia, und der Weg über das Wasser ab dem Hafen von Alghero ist der bequeme: keine Treppe an der Steilküste, dafür eine Fahrt entlang der Klippen und der Einstieg direkt am Höhleneingang. Für euch ist das die erste der drei Bootsfahrten dieser Reise. Die Fahrt hängt vom Seegang ab, und das entscheidet der Betrieb am Morgen.
Tenute Sella & Mosca
Ein weitläufiges Weingut vor Alghero mit eigener Enoteca und einem kleinen Museum im alten Kellergebäude. Wir schlagen es für den Nachmittag desselben Tages vor, an dem ihr vormittags am Capo Caccia seid: der Weg führt ohnehin vorbei, und ein Vermentino aus dieser Ecke schmeckt danach anders als aus dem Supermarktregal. Führungen gibt es nach Anmeldung, die Enoteca ist auch ohne zu besuchen.
Bastioni e centro storico di Alghero
Die Altstadt steckt in ihren Stadtmauern, und die Bastionen sind heute eine Promenade über dem Wasser. Alghero ist katalanisch geprägt bis in die Straßenschilder, und für euch ist es der eine Stadtabend der Nordwoche: erst die Gassen und die Türme, dann ein Tisch. Der Weg ist flach und kurz, das Auto bleibt am Rand der Altstadt stehen.
Castello di Serravalle
Die Malaspina-Burg über Bosa lohnt vor allem für den Blick von oben: unten die bunten Häuserzeilen am Temo, gegenüber die alten Gerbereien, dazwischen die Brücke. Der Aufstieg vom Ort ist kurz, aber steil, und in der Kapelle innen stecken mittelalterliche Freskenzyklen. Für euch ist Bosa der weiteste Tagesausflug der ersten Woche und dafür der lohnendste.
Basilica della Santissima Trinità di Saccargia
Schwarz-weiß gestreifte Kirche aus pisanischer Zeit, allein in der Ebene, mit einem hohen Glockenturm und Fresken in der Apsis. Sie steht fast an der Straße, auf der ihr am Umzugstag nach Süden fahrt, und kostet euch deshalb kaum Zeit. Ein Halt von einer halben Stunde, der den Tag zwischen den beiden Quartieren teilt.
Nuraghe Santu Antine
Einer der am besten erhaltenen Nuraghen der Insel, mit begehbaren Gängen im Mauerwerk und einem zentralen Turm, der immer noch mehrere Stockwerke hoch steht. Wir setzen ihn auf den Umzugstag, weil er nah an der Schnellstraße liegt und weil man nach dieser Ruine versteht, was die vielen Steinkegel in der Landschaft eigentlich waren. Der Rundgang ist kurz und flach, im Freien und ohne Schatten.
Terme di Casteldoria
Unterhalb der Burgruine von Casteldoria tritt heißes Thermalwasser direkt am Ufer des Coghinas aus und sammelt sich in Becken am Flussbett, wo man es mit dem kalten Flusswasser mischt. Das ist keine Anlage mit Kasse, sondern ein Flussufer, das von Einheimischen benutzt wird, am schönsten in der Dämmerung. Feste Schuhe und ein Handtuch genügen, Umkleide gibt es keine.
Museo Domu de Janas La Rocca
Ein einzelner Kalkfelsen mitten im Dorf, innen über drei Ebenen ausgehöhlt: erst prähistorische Felsgrabkammer, später Gefängnis, dann Wohnhaus, heute kleines Museum zur Kultur der Anglona. Nirgends sonst in dieser Gegend liegen viertausend Jahre Nutzung so kompakt übereinander. Der Halt dauert eine Dreiviertelstunde und passt an denselben Tag wie Castelsardo.
New Kayak Sardinia
Der Rio Coghinas mündet bei San Pietro a Mare, und flussaufwärts liegt zwischen Schilf, Erlen und Reihern ein ruhiges Stück Wasser, das man im Kanu von der Thermalquelle bis zur Mündung hinabpaddelt. Der Betrieb vor Ort verleiht die Boote und fährt euch flussaufwärts zum Einstieg. Ein Wasserausflug ohne Seegang, für den ihr das Quartier fast nicht verlasst.
Sas Conzas
Am linken Ufer des Temo stehen die alten Gerbereien in einer Reihe: zweigeschossige Steinhäuser mit Bögen, in denen bis in die sechziger Jahre Leder gegerbt wurde, heute ein Industriedenkmal am Wasser. Der Spaziergang dorthin ist flach und dauert Minuten, und von dort sieht Bosa aus wie auf allen Bildern, nur von der anderen Seite. Manche Gebäude sind saniert, andere stehen offen.
Cantina Giovanni Battista Columbu
Ein kleiner Familienbetrieb, der die Malvasia di Bosa noch in der alten oxidativen Art ausbaut, in Fässern unter dem Dach, und Besuche nur nach Absprache annimmt. Diese Malvasia ist kein Souvenirwein, sondern eine Rarität aus einem Anbaugebiet von wenigen Hektar, und man versteht sie erst, wenn sie einem im Keller erklärt wird. Melden lohnt sich früh, es ist ein Haushalt und kein Besuchszentrum.
Strada per le spiagge di Osala e Cartoe · 09.09. bis 17.09.
Golfo di Orosei per Boot
Die Ganztagsfahrt ab dem Hafen von Cala Gonone nach Süden an Cala Luna, Cala Sisine und Cala Mariolu vorbei, mit Badestopps in Buchten, zu denen keine Straße führt. Für euch ist das der Höhepunkt der zweiten Woche und der Grund, warum wir sie auf einen Wochentag gelegt haben: weniger Boote, mehr Platz an der Kieselbucht. Große Ausflugsboote und kleine Gummiboote fahren dieselbe Küste, die kleinen kommen näher an die Felsen.
Spiaggia di Cala Cartoe
Eine kleine Sandbucht zwischen Felsen und Wacholder, wenige Minuten unterhalb des zweiten Quartiers. Sie ist der Grund, warum euer Wochenende im Süden keine Planung braucht: hinfahren, hinlegen, nichts weiter. Es gibt kaum Infrastruktur, also nehmt Wasser und etwas zu essen mit.
Nuraghe Mannu
Nuraghe und eine Siedlung auf einer Hochfläche über Cala Gonone, von der aus der Golf von Orosei in einem Stück vor euch liegt. Wir empfehlen den späten Nachmittag: dann steht die Sonne im Rücken, und der Weg von der Zufahrt zum Turm ist kurz genug, dass er nach einem Strandtag noch geht. Geschichte und Aussichtspunkt in einem Halt.
Spiaggia di Osalla
Langer Sandstrand am Ende einer Pinien- und Wacholderzone, an dem die Mündung des Cedrino ins Meer läuft. Unter den Pinien bleibt es auch mittags kühl, und der Strand ist so lang, dass immer ein Stück leer ist. Für den zweiten freien Tag ist das der Strand ohne Anmeldung, ohne Schranke und mit Schatten im Rücken.
Grotta del Bue Marino
Die Höhle der Mönchsrobbe öffnet sich direkt zum Meer, und man kommt mit dem Boot hinein: innen Süß- und Salzwasserbecken, Tropfsteine und eine Galerie, die weit in den Berg zieht. Die Führung ist kurz, die Fahrt hin ist Teil des Erlebnisses, und beides zusammen füllt einen Vormittag ohne Anstrengung. Das Ticket für die Führung und die Bootsfahrt sind zwei verschiedene Dinge und müssen zeitlich zusammenpassen.
Cala Fuili
Kieselbucht am Ende der Küstenstraße hinter Cala Gonone, eingefasst von hohen Kalkwänden und mit klarem Wasser bis zum Grund. Die Treppe hinunter ist kurz, das Wasser ist tief genug zum Schnorcheln und die Bucht ist genau die Art Ort, an dem man nach einem Höhlenbesuch die Salzhaut wieder loswird. Wasserschuhe sind hier angenehmer als Flipflops.
Su Gologone
Die größte Karstquelle der Insel drückt am Fuß des Supramonte aus einer Felsspalte und läuft als kurzer, tiefgrüner Bach zum Cedrino. Der Weg vom Parkplatz zur Quelle ist eben und dauert Minuten, und trotzdem steht ihr in einer anderen Welt als am Strand: Kalk, Steineichen, kaltes Wasser. Für uns der beste Naturhalt im Landesinneren, der ohne Bergtour auskommt.
Murales di Orgosolo
In Orgosolo sind die Hauswände seit den siebziger Jahren bemalt: Landarbeit, Politik, Weltgeschichte, alles in einem engen Dorfkern, den man in einer Stunde abläuft. Das ist kein Museum und keine Kulisse, sondern ein Dorf, das sich an seine Wände geschrieben hat. Wir kombinieren es mit der Quelle bei Oliena, weil beides derselbe Ausflug ins Landesinnere ist.
Oasi di Bidderosa
Ein umzäuntes Waldgebiet mit fünf kleinen Buchten hintereinander, zu dem täglich nur eine begrenzte Zahl Autos hineindarf, nach Buchung im Voraus. Nach der Schotterpiste durch Wacholder und Pinien liegt ein Strand, an dem nie Gedränge ist, weil nie viele Leute da sein können. Innen gibt es kaum Versorgung, also packt Wasser, Essen und Schatten ein.
Chiesa di San Giacomo Maggiore
Die Hauptkirche von Orosei steht über einer breiten Treppe am zentralen Platz, weiß gekalkt, mit Kuppel und einem Ensemble kleiner Kirchen und Höfe rundherum. Der Altstadtkern ist überschaubar und in einer halben Stunde erlaufen, und genau deshalb passt er an den Nachmittag nach einem Strandmorgen. In Kirchen sind bedeckte Schultern und Knie erwartet, ein Tuch im Rucksack löst das.
Grotta di Ispinigoli
In der Halle steht eine der höchsten Tropfsteinsäulen Europas, vom Boden bis zur Decke durchgewachsen, und ihr steigt über Treppen an ihr vorbei in die Tiefe. Der Höhleneingang liegt bei Su Anzu, also an derselben Adresse wie euer zweites Quartier, und ist der kürzeste Ausflug dieser Reise. Unten ist es deutlich kühler als draußen, nehmt eine leichte Jacke mit.
Cantina Dorgali
Die Genossenschaftskellerei des Ortes keltert den Cannonau dieser Hänge und bietet Verkostungen und Verkauf im Haus. Für uns ist das der passende Schlusspunkt: was euch zwei Wochen lang im Glas begleitet hat, schmeckt hier nebeneinander und lässt sich mitnehmen. Öl und lokale Erzeugnisse gibt es dazu.
Essen
Ausgewählt nach eurem Geschmack.
Loc. San Pietro a Mare · 02.09. bis 09.09.
Agriturismo Tenute Costadoria
Hof zwischen Artischockenfeldern am Rand von Valledoria, der ein festes Menü aus dem eigenen Anbau serviert: Vorspeisenfolge, zwei Pastagänge, Fleisch, Dolce. Das ist der Agriturismo-Abend, den ihr euch gewünscht habt, und er liegt so nah, dass die Rückfahrt niemandem den Abend verdirbt. Meldet euch vorher an, hier wird für die angemeldeten Gäste gekocht.
Ristorante Fofò
Fischküche in Castelsardo, die mit dem arbeitet, was die örtlichen Boote bringen: Suppe, Gegrilltes, Pasta mit Krustentieren. Nach dem Nachmittag in der Burg müsst ihr dafür nicht weiterfahren, und der Ort ist abends beleuchtet schöner als tagsüber. Ein Tisch lässt sich vorher festmachen, im September sinnvoll.
La Lepanto
Traditionshaus am Rand der Altstadt von Alghero, bekannt für die Hummerzubereitung nach katalanischer Art mit Tomate, Zwiebel und Orange. Wir setzen es an den Abend des Alghero-Tages, weil es das Gericht ist, das diese Stadt von jeder anderen auf der Insel unterscheidet. Reservieren ist im September ratsam, der Tisch am Wasser besonders.
Ristorante Sa Pischedda
Restaurant eines alten Stadthauses am Temo in Bosa, mit Terrassen im Grünen und einer Karte zwischen Fluss, Meer und Planargia. Nach Burg, Gerbereien und Kellerei ist das der Platz, an dem der Tag in Bosa endet, ohne dass ihr den Ort noch wechseln müsst. Die Malvasia des Ortes steht hier selbstverständlich auf der Karte.
Strada per le spiagge di Osala e Cartoe · 09.09. bis 17.09.
Turismo Rurale Filieri
Landgasthof über Dorgali, wenige Minuten vom zweiten Quartier, mit Küche aus der Barbagia: Suppen, handgemachte Pasta, Lamm und Spanferkel, Pecorino, Seadas. Wir setzen ihn zweimal in den Plan, am Abend der Ankunft und am letzten Abend, weil er beides kann, unkompliziert und festlich. Vorher anmelden, dann steht der Tisch.
Il Pescatore
Fischrestaurant am Hafen von Cala Gonone, das seit den siebziger Jahren am selben Platz kocht: Fisch des Tages, Suppe, Pasta mit Krustentieren. Nach einem ganzen Tag auf dem Boot müsst ihr nur von der Mole heraufgehen. Ein Tisch vorab ist im September eine gute Idee.
Esca Dolciaria
Konditorei in Dorgali, die seit den siebziger Jahren die klassischen sardischen Süßigkeiten herstellt: Amaretti, Papassini, Sospiri, Mandelgebäck. Für den ruhigen Sonntag im Dorf ist das der Halt, der einen Bummel zu einem Ziel macht, und die Tüte hält bis nach Hause. Verkauf gibt es im eigenen Laden.
Gelateria Fancello
Gelateria an der Uferstraße von Cala Gonone, an der abends der halbe Ort vorbeikommt. Wir nennen sie für den Abend nach der Höhlenfahrt: Eis in der Hand, die Bucht vor euch, nichts weiter geplant. Auch Kaffee und Kleinigkeiten gibt es hier.
Agriturismo Su Birde
Hof bei Orosei zwischen Olivenbäumen, der die eigenen Erzeugnisse auf den Tisch bringt und im Freien unter den Bäumen serviert. Wir setzen ihn an den Abend des Bidderosa-Tages, weil er auf dem Rückweg liegt und weil der Kontrast schön ist: vormittags Sand, abends Olivenhain. Vorher anmelden, es wird für die angemeldeten Gäste gekocht.
Was ihr ungefähr einplanen solltet
Ohne Flug und Unterkunft.
| Posten | Grundlage | ca. € |
|---|---|---|
| Bootsfahrt im Golf von Orosei | Schätzung, für zwei, Ganztagstour | 170 |
| Bootsfahrt und Eintritt Grotta di Nettuno | Schätzung, für zwei, Boot und Höhle | 90 |
| Bootsfahrt und Führung Grotta del Bue Marino | Schätzung, für zwei | 60 |
| Kanutour auf dem Rio Coghinas | Schätzung, für zwei, halber Tag | 60 |
| Führung Grotta di Ispinigoli | Schätzung, für zwei | 20 |
| Eintritte Burgen, Museen, Nuraghen | Schätzung, für zwei, sechs Ziele | 80 |
| Zufahrt La Pelosa und Oasi di Bidderosa | Schätzung, zwei Strandtage mit Auto | 45 |
| Weinproben und Kellereibesuche | Schätzung, für zwei, zwei Betriebe | 70 |
| Abende im Agriturismo | Schätzung, für zwei, vier Abende | 280 |
| Essen und Trinken auswärts sonst | Schätzung, für zwei, restliche Tage | 700 |
| Kaffee, Gelato, Bar | Schätzung, für zwei, täglich ein Halt | 120 |
| Einkauf für Frühstück und Strandtage | Schätzung, zwei Quartiere mit Küche | 180 |
| Sprit für den Mietwagen | Schätzung, Tagesfahrten und Umzug | 230 |
| Parken und Strandzufahrten | Schätzung, Sommertarife in Küstenorten | 60 |
| Ortstaxe an den Unterkünften | Schätzung, zwei Personen, alle Nächte | 75 |
| Summe vor Ort | Orientierung, kein Fixpreis | ca. 2.240 € |
Insider und Packliste
Was wir euch sagen würden, wenn wir mit am Tisch säßen.
Gut zu wissen
Wetter
Im September liegen die Temperaturen dort üblicherweise bei ca. 26 Grad am Tag und ca. 19 Grad in der Nacht.Im Mittel fällt an ca. 3 von 16 Reisetagen Regen. Das sind langjährige Mittelwerte aus dem Zeitraum 1991 bis 2020, keine Vorhersage für eure Reise.
Auto
Keine Maut, keine VignetteAuf Sardinien gibt es keine Autobahnmaut und keine Vignette, die Schnellstraßen sind frei befahrbar. Getankt wird entweder mit Bedienung oder selbst, die Bedienung kostet mehr pro Liter. Viele Landtankstellen machen am Nachmittag zu und haben nachts nur einen Automaten, der Scheine und Karten nimmt. Tankt deshalb im Dorf voll, nicht erst kurz vor dem Ziel.
Parken
Blaue Linien kosten in der SaisonBlaue und weiße Markierungen bedeuten unterschiedliche Dinge, und was am jeweiligen Platz gilt, steht am Schild oder am Automaten daneben. An den Stränden wird häufig direkt an der Zufahrt kassiert. Fahrt an den bekannten Buchten früh hin, die Parkflächen an La Pelosa und Cala Fuili sind klein und schnell voll.
Ortstaxe
An der Rezeption kommt etwas dazuDie Gemeinden an der Küste erheben eine Ortstaxe pro Person und Nacht, die nicht im Preis der Unterkunft steckt, sondern vor Ort bezahlt wird. Die Höhe setzt jede Gemeinde selbst fest und richtet sich nach Art des Hauses und Saison. Rechnet damit an beiden Quartieren und fragt beim Einchecken, ob Karte oder Bargeld gewünscht ist.
Strandzufahrten
Zwei Strände nur mit BuchungLa Pelosa bei Stintino und die Oasi di Bidderosa bei Orosei lassen jeweils nur eine begrenzte Zahl Gäste beziehungsweise Autos herein, und der Platz wird vorher online gesichert. Ohne Bestätigung steht man an der Schranke. An anderen Stränden gelten örtlich eigene Regelungen, fragt am Eingang oder am Kiosk.
Kirchen
Schultern und Knie bedecktIn Kirchen wie Saccargia, San Giacomo in Orosei oder den Dorfkirchen der Barbagia wird bedeckte Kleidung erwartet, also Schultern und Knie bedeckt. Tücher liegen selten aus, ein leichtes Tuch im Rucksack löst das Problem für beide. Schuhe bleiben an. Gottesdienste am Sonntagmorgen gehen vor, dann wartet man lieber draußen.
Wasser
Fragt an der UnterkunftDas Leitungswasser ist kontrolliert, schmeckt regional aber stark nach Kalk, und viele Haushalte trinken deshalb Flaschenwasser. Fragt beim Einchecken, wie es im Haus gehandhabt wird. Für Strand- und Bootstage kauft ihr große Flaschen im Supermarkt, das ist günstiger und spart Gewicht im Kofferraum.
Gesundheit
Europäische Karte gilt in ItalienItalien gehört zum europäischen System, die Europäische Krankenversicherungskarte gilt also für die notwendige Behandlung. Apotheken heißen farmacia und wechseln sich am Wochenende im Bereitschaftsdienst ab, der an der Tür ausgehängt wird. Ob für euch Impfungen anstehen, sagt verbindlich die Hausärztin, nicht dieser Brief. Fragt früh, manche brauchen zwei Termine.
Mittagspause
Zwischen Mittag und Nachmittag zuLäden, Museen und kleine Kellereien schließen in der Mitte des Tages und öffnen am späteren Nachmittag wieder. Küchen in Restaurants haben feste Zeiten und servieren dazwischen nichts warmes. Legt Besuche deshalb auf den Vormittag und plant den Nachmittag für Strand oder Fahrt ein, so ist der Plan dieser Reise gebaut.
Straßen
Kurven statt KilometerEntfernungen auf Sardinien sagen wenig, weil die Landstraßen im Supramonte und in der Gallura eng und kurvig sind. Rechnet gut die Hälfte länger als die Navigation verspricht, besonders Richtung Oliena und Orgosolo. Zufahrten zu Buchten sind oft ungeteerte Pisten, fahrt dort langsam und achtet auf die Bodenfreiheit des Mietwagens.
Wind
Nordküste windiger als OstküsteDer Mistral trifft die Nordküste bei Valledoria frontal, während der Golf von Orosei im Windschatten der Berge liegt. An Tagen mit Welle im Norden lohnt der Wechsel in die geschützte Bucht bei Isola Rossa oder ins Landesinnere. Im Süden entscheidet der Seegang darüber, ob die Bootsfahrten stattfinden, gefragt wird am Morgen im Hafen.
Bargeld
Karte fast überall, kleine Kassen nichtKarte funktioniert in Restaurants, Supermärkten und bei den Bootsbetrieben. An Kassen kleiner Museen, an Höhleneingängen, bei Dorfbäckern und an Parkautomaten ist Bargeld schneller oder nötig. Holt zu Beginn etwas ab und legt einen Vorrat an kleinen Scheinen ins Auto.
Saison
Im September wird es ruhigerNach der zweiten Septemberwoche fahren manche Bootsbetriebe seltener, und einzelne Lokale und Strandkioske gehen in die Winterpause. Was ihr in der zweiten Woche fest vorhabt, lohnt sich einen Tag vorher kurz anzufragen. Dafür sind Strände, Parkplätze und Grotten deutlich leerer als im August.
Sichert La Pelosa am Abend des 3. September, Bootsfahrt und Bidderosa am Abend des 8. September
Drei Dinge dieser Reise sind nicht spontan zu haben: die Ganztagsfahrt ab Cala Gonone, die Zufahrt zur Oasi di Bidderosa und der Platz an La Pelosa. Den Platz an La Pelosa macht ihr schon am Abend des 3. September online fest, die beiden anderen am Abend des 8. September in Bosa, jeweils in einer halben Stunde, dann ist die zweite Woche gesichert und ihr müsst in keinem Hafenbüro mehr verhandeln. Und wenn der Wetterbericht für den Bootstag Wind ansagt, fragt am Vorabend im Hafen nach, ob verschoben wird, statt am Morgen vor verschlossener Kasse zu stehen.
Packliste
Nur das, was auf dieser Reise wirklich einen Unterschied macht. Zum Ausdrucken und Abhaken.
Dokumente und Buchungen
Für den Strand
Für die Bootstage
Für Höhlen und Dörfer
Für das Auto
Abends
Schenkt 10 % weiter, bekommt 10 % zurück
Ihr kennt jemanden, der schon gebucht hat und vor demselben leeren Plan steht wie ihr am Anfang? Gebt euren Link weiter. Wer damit bestellt, zahlt 10 % weniger für seinen ersten Reise-Brief, und ihr bekommt 10 % auf euren nächsten. Der Link gehört euch, er läuft nicht ab, und ihr könnt ihn so oft weitergeben, wie ihr wollt.
Sobald jemand über euren Link bestellt und bezahlt hat, schicken wir euch per Mail einen eigenen Gutscheincode. Den gebt ihr bei eurer nächsten Bestellung am Ende in das Gutscheinfeld ein. Es gelten die Bedingungen des Empfehlungsprogramms.